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Keine Sommerpause für die Ärmsten in Mazedonien

Extreme Wetterbedingungen wie in diesen Wochen eine grosse Hitze treffen Menschen mit Behinderungen oder alte und schutzlose Menschen besonders. Das Miss-Stone Zentrum in Strumica, eine Einrichtung der EMK in Mazedonien, hilft diesen Menschen zu jeder Jahreszeit.
 
In Mazedonien sind in den letzten Jahren viele Junge abgewandert. Die traditionell tragfähige Familienstruktur droht angesichts dieser Entwicklung zu zerbröckeln. Zu jenen, die das Land nicht verlassen können, gehören nicht zuletzt Menschen mit Behinderungen sowie alte, kranke und schutzlose Menschen. Gerade sie leben oft in schwierigen und teils menschenunwürdigen Umständen. 
 
Damit mehr als 160 Menschen gerade auch in der extremen Sommerhitze mit ausreichend Flüssigkeit und einer täglichen Mahlzeit versorgt werden können, nehmen die Mitarbeitenden des Miss-Stone Zentrums in Strumica bereits morgens um vier Uhr morgens ihre Arbeit auf. Die Warteliste der Menschen, die diese Hilfe benötigen, wird immer länger, und die kirchlichen Haupt- und Ehrenamtlichen arbeiten mit vollem Einsatz. Neben «Essen auf Rädern» und einem Suppenprojekt in Radovis hat sich der Hauspflegedienst zu einem dritten Schwerpunkt der diakonischen Arbeit entwickelt. 
 
Für viele Menschen – vor allem für jene, die in ihrem Bewegungsradius aus Alters- oder Krankheitsgründen stark eingeschränkt sind – sind die Mitarbeitenden des Miss-Stone Zentrums praktisch der einzige Aussenkontakt. Dies verleiht den täglichen Besuche eine noch grössere Bedeutung. Wer noch mobiler ist, wird auch mal bei Arztbesuchen begleitet oder erhält praktische Hilfe, die ganz unterschiedliche Gestalten annehmen kann.
 
Die Schicksale der Menschen berühren und bewegen. Erfreulich ist aber, dass die EMK in Mazedonien die Arbeit schon seit vielen Jahren tut und inzwischen zu einem erfreulich hohen Grad auch mit eigenen finanziellen Mitteln tragen kann (vor allem beim Projekt «Essen auf Rädern» sind es fast 50%). Es braucht aber nach wie vor auch die Unterstützung aus dem Ausland, damit die Kirche bedürftigen Menschen Hoffnung und Liebe schenken kann.
 
Quelle: Christina Cekov, Strumica