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Eine Zukunft voller Hoffnung

Vom 7. bis 10. Mai 2026 tagte in Szolnok und Budapest (Ungarn) die Jährliche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Ungarn und Rumänien. 
 
«Denn ich weiss wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.» Dieses Jahresmotto 2026 der EMK in Ungarn aus Jeremia 29, 11, stand auch über der diesjährigen Tagung der Jährlichen Konferenz und machte etwas von der hoffnungsvollen Grundstimmung deutlich, welche die EMK in Rumänien und in Ungarn prägt.
 
Ein prioritäres Anliegen der Kirche sind die beiden methodistischen Bildungseinrichtungen in Budapest (Ungarn), die «Schola Europa» und die «Forrai-Schule». Zwei «SchulpfarrerInnen» sind wichtige Bezugspersonen für die SchülerInnen und die Lehrkräfte – für Menschen also, welche von den «klassischen» Programmen der Kirche in vielen Fällen wohl nicht erreicht würden. Der Entscheid über einen möglichen Zukauf eines Gebäudeteils und einer Vergrösserung der «Schola Europa» wurde an den Kirchenvorstand delegiert; dort sollen – auch auf dem Hintergrund der veränderten politischen Situation – die Vorteile und Unsicherheiten gegeneinander abgewogen werden. 
 
In Rumänien ist die EMK derzeit als Nichtregierungs-Organisation registriert. Als solche ist sie dynamisch, flexibel, innovativ und zielorientiert unterwegs. Inzwischen hat sie aber auch die notwendige Grösse erreicht, um den Status einer religiösen Körperschaft zu erlangen. Dieser Schritt soll noch im Jahr 2026 erfolgen.
 
Der vielseitigen Arbeit in Cluj-Napoca (Rumänien) kommt eine grosse Bedeutung zu. Sehr erfolgreich ist das Programm «Mehr als Boxen». Damit werden über 150 Jugendliche und junge Erwachsene erreicht, und dem Programm wurde sogar ein städtischer Preis als Anerkennung für die Bemühungen in den Bereichen Inklusion und Verschiedenheit zugesprochen. 
 
Die Tätigkeitsfelder sind aber ganz grundsätzlich so ausgerichtet, dass sie der Gesellschaft dienen, so zum Beispiel auch das monatliche Frauentreffen für Frauen verschiedener Herkunft, an denen über Fragen des Lebens und des Glaubens gesprochen wird. Auch die Arbeit mit Menschen aus der Ukraine geht in diesem Sinne weiter: Neben Rumänisch-Kursen werden Tanz, Musik und andere kreative Betätigungsmöglichkeiten angeboten.
 
In Comsesti (Rumänien) trägt gerade die Arbeit mit Roma-Kindern und -Jugendlichen viele Früchte. Ein wichtiger Bereich dabei ist die Bildungsarbeit, die zum Beispiel ausserschulische Begleitung von Schülerinnen und Schülern und auch ein Angebot für Lehrlinge umfasst. Auch die ungarischsprachigen Roma-Gemeinden in Westrumänien sind auf einem hoffnungsvollen Weg des Lernens und der Gemeinschaft. So gab es unter anderem zwei Frauentreffen, an denen über 100 Frauen teilnahmen.
 
Erfreulich ist auch, wie viel finanzielle Eigenverantwortung in beiden Ländern übernommen wird. Trotzdem ist die EMK weiterhin auf finanzielle und personelle Hilfe angewiesen. Für all diese Unterstützung und auch für alle Gebete wurde ausdrücklich gedankt.
 
Im Rahmen der allgemeinen Berichterstattung wurden die grossen Veränderungen im Komitee für die Arbeit mit Frauen sichtbar – Veränderungen, die auch mit sicht- und spürbaren Emotionen verbunden waren. Der theologische Ausschuss wiederum nahm sich vieler Themen an, obwohl er nur vier Mitglieder umfasst. So kamen sowohl Fragen der Ausbildung als auch solche der interkonfessionellen Zusammenarbeit zur Sprache.
 
Im Rahmen eines festlichen Abends wurde Gabor Szuhanszky nach 50 Jahren Dienst in den Ruhestand verabschiedet und gerade für seine Verdienste um das Martha-Maria-Seniorenheim in Budakeszi (Ungarn) geehrt. Andererseits wurde auch der Dank an Laszlo Khaled für seinen zehnjährigen Dienst als Superintendent ausgesprochen. Musikalisch wurde die fröhliche Feier durch Musiker aus der Roma-Gemeinde in Alsozsolca umrahmt.
 
Im sonntäglichen Schlussgottesdienst in Budapest wurde Zoltan Kovacs für seinen Dienst als neuer Superintendent der EMK in Ungarn gesegnet, und viele Grussworte von Vertretern anderer Denominationen machten etwas von der Wertschätzung deutlich, welche die EMK in Ungarn bis weit über die Grenzen ihrer Gemeinden und Werke hinaus geniesst.
 
Autorin: Regula Stotz, Basel (redaktionelle Bearbeitung durch Urs Schweizer, Zürich)
 
Foto: Drei ungarische Superintendenten: (vlnr) Zoltan Kovacs (ab 2026), Istvan Csernak (1996-2016), Laszlo Khaled (2016-2026)
Fotograf: Marcell Sztupkai